Anlässlich des Internationalen Tages gegen Homophobie am 17. Mai 2012 erklärt der Beauftragte der SPD-Bundestagsfraktion für die Belange von Lesben und Schwulen Johannes Kahrs:
Die schwarz-gelbe Regierung hat sich vergangene Woche gegen die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ausgesprochen. Sie zementiert damit ihre diskriminierende und menschenverachtende Haltung gegen Lesben und Schwule in diesem Land.
Wie gestrig und ignorant sich diese Koalition verhält, zeigt sich besonders in diesen Tagen: US-Präsident Obama hat ein jahrzehntelanges Tabu gebrochen, indem er sich eindeutig für die gleichgeschlechtliche Ehe aussprach. Genauso unmissverständlich äußerte sich auch der neue französische Präsident Francois Hollande. Bei unseren europäischen Nachbarn Holland, Belgien, Schweden, Spanien und Portugal können Schwule und Lesben bereits heiraten. Und selbst der konservative englische Regierungschef Cameron plädiert für die gleich-geschlechtliche Ehe. Die schwarz-gelbe Koalition in Deutschland stellt sich selbst ins Abseits. Sie hat den Anschluss in dieser Frage an Europa längst verloren.
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Bericht aus Berlin – Mai
Liebe Leserinnen und Leser,
die Wahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen haben die politische Landkarte in Deutschland verändert. Schwarz-Gelb hat die Mehrheit im Bundesrat verloren und ist nun in vielen Fällen auf die Unterstützung der Opposition angewiesen. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier fand dafür nach der Regierungserklärung der Bundeskanzlerin klare Worte. Die SPD hatte bereits mehrfach deutlich gemacht, dass sie das unsinnige Betreuungsgeld der Regierung nicht unterstützen wird. In einer weiteren Debatte im Bundestag erneuerte die gesamte Opposition diese Haltung. Die geplanten Änderungen der Regierung im Mietrecht und die europäische Energieförderung sind weitere Themen des heutigen Berichts aus Berlin.
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Ihr

Straßenfest Meisenstraße
In bewährter Tradition gaben sich Barmbeker am letzten Wochenende beim Straßenfest an der Meisenstraße die Ehre. Wie jedes Jahr zuvor war das Büro Kahrs dabei um mit den Barmbekern den Samstag zu genießen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Dem Wind und Wetter trotzend verbrachten sie diesen Samstag in ausgelassener Atmosphäre bei Livemusik, Grill und Stadtgesprächen. Das eine oder andere Schnäppchen war auch zu ergattern, weite Teile des Straßenfestes waren belegt durch Flohmarktstände an denen sich Kostbarkeiten von ihren Vorbesitzern trennten und in neue Hände gelangten.
Es gab viel Gesprächsbedarf zur Hamburger Tagespolitik , aber auch zur Bundes und Europapolitik. Das große Interesse an meiner politischen Arbeit hat mich persönlich sehr gefreut, wie auch die Zufriedenheit der Barmbeker mit der Hamburger Regierung und deren Bürgernähe. Nicht zuletzt deswegen regiert die SPD in Hamburg mit absoluter Mehrheit.
Ein Jahr Amerika
Yannick, Stipendiat des Parlamentarischen-Patenschafts-Programms, berichtet von seinen Erlebnissen in Buffalo:

In meinem letzten Bericht habe ich vor allem davon berichtet, wie gut mir Amerika gefällt und was für eine tolle Zeit ich habe. Doch diesen Bericht werde ich damit anfangen, dass es auch Schattenseiten gibt. Denn nicht immer läuft alles glatt und so, wie man es sich auch vorstellt. Auch bei mir gab es ein solches Erlebnis. Dieses Erlebnis war, dass ich aufgrund von unüberbrückbaren Differenzen meine bisherige Gastfamilie verlassen musste. Dies war verbunden mit einigen Auseinandersetzungen, die mich wirklich für eine Zeit lang belastet haben. Doch glücklicherweise wurde ich von einem anderen Teil meiner Gastfamilie, nämlich der des Sohnes meiner bisherigen Gastmutter, neu aufgenommen. Mit dieser Familie hatte ich auch schon vorher eine sehr starke Verbindung und nun sind sie auch offiziell meine Gastfamilie geworden.
Hamburg bekennt Farbe
Ich rufe alle Hamburger auf, sich dem Kampf gegen Rechts anzuschließen.
Für den 2. Juni planen Neonazis ihren bundesweit größten Aufmarsch durch Hamburg. Als „Tag der deutschen Zukunft“ deklariert, soll hier gegen eine vermeintliche „Überfremdung“ demonstriert werden. Gegen diesen Neonaziaufmarsch hat sich ein breites Bündnis unter dem Motto „Hamburg bekennt Farbe“ aus Vertretern aus dem hamburger Senat, Parteien, Gewerkschaften, Kirchen und zahlreichen weiteren Organisationen zusammengeschlossen, um am 2. Juni auf dem Rathausmarkt ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus und für eine tolerante und vielfältige Gesellschaft zu setzen. Ich rufe alle Hamburgerinnen und Hamburger dazu auf, sich gerade nach den schrecklichen Morden des „Nationalsozialistischen Untergrunds – NSU“, an dem Protest zu beteiligen, um Ressentiments gegenüber Ausländern und Migranten eine klare Absage zu erteilen und friedlich für ein weltoffenes Hamburg zu demonstrieren, das alle Menschen unabhängig von Herkunft und Aussehen gleicher Maßen respektiert! Hamburg ist bunt – nicht braun.
Den Flyer zu “Hamburg bekennt Farbe” gibt es hier als PDF.
Girls’ day im Bundestag 2012
Julia hat mich als “mein girls’ day girl” letzte Woche in Berlin begleitet und schildert hier, was sie erlebt hat.
Letzten Donnerstag hatte ich das große Glück, einen Tag im Bundestag mit Johannes Kahrs zu erleben. Ich war eines von 75 Mädchen, das durch ihren Bezirksabgeordneten in die SPD-Bundestagsfraktion eingeladen wurde. Am Anfang war ich ziemlich aufgeregt. Nach einer anregenden Diskussion und jede Menge Fotos mit Frank-Walter Steinmeier gab es ein Frühstück in dem SPD-Fraktionsraum. Anschliessend durften wir Susanne Kastner, Caren Mark und Brigitte Zypries zu ihrer Arbeit befragen. Gegen 10 Uhr wurden wir in zwei Gruppen geteilt. Die einen gingen zu ihrem Abgeordneten und die anderen nahmen am “Politik Pacours” teil. Ich nahm am “Politik Pacours” teil. Wir wurden durch Losverfahren in Parteien “gesteckt” und haben dann über die Gesetzesänderung für das Wahlrecht ab 16 disskutiert und haben geguckt, welchen Weg ein Gesetz gehen muss, bis es unterschrieben und gedruckt wird.
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